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Berechnung des optimalen Seitenwandabstandes eines Lautsprechers

Nach Eingabe des Abstandes des Lautsprechers zur Seitenwand und Eingabe der Länge des Stereodreiecks, berechnet untere Formel die Strecke, die eine erste Seitenreflexion in Millisekunden (und Metern) länger als der Direktschall zur Hörposition benötigt. Durch Variation der Größe des Stereodreiecks und/oder des Abstands des Lautsprechers zur Seitenwand, lässt sich die optimale Zeitverzögerung ermitteln.

Erste Reflexionen von nahen Seitenwänden sollten die Hörposition innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erreichen. Dabei sollte eine Zeitverzögerung von 2 ms nicht unterschritten werden. 2 ms entsprechen einem Umweg von 69 cm die der reflektierte Schall gegenüber dem Direktschall zurücklegen muss.
Zeitverzögerungen unter 2 ms zwischen direktem und reflektiertem Schall beeinträchtigen die Summenlokalisation negativ (mehr). In der Literatur werden allerdings auch Mindestverzögerungen von 5 ms bis 10 ms genannt (im letzteren Fall im Zusammenhang mit einer RFZ = Reflection Free Zone). Übersteigt die Verzögerung einen bestimmten Wert (Musik > ca. 80 ms = 27,5 m; Sprache > ca. 50 ms = 17,2 m), wird eine Reflexion als störendes Echo wahrgenommen.

Entgegen landläufiger Meinung führen erste Reflexionen innerhalb des oben genannten Bereiches zu keiner Klangverfärbung, sondern beeinflussen die räumliche Ausdehnung (und damit die Lokalisationsschärfe) und Räumlichkeit (Präzedenzeffekt) von Phantomschallquellen.

Seitenwandabstand (h) m
Kantenlänge Stereodreieck (d) m
Umweg 1. Reflexion m
Umweg 1. Reflexion ms
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